FAQ: Häufig gestellte Fragen zum personzentriert-integrativen Konzept

Den "Highscore" führen Fragen an, die sich mit den Unterschieden und Überschneidungen zum "Systemischen"  und dem "Integrativen" beschäftigen, wie z.B.:

Wie „systemisch“ ist die Coachingweiterbildung?

Das Personzentriert-integrative Konzept arbeitet -natürlich- auch „mit dem System“ Mensch und den Wechselwirkungen zwischen Rolle und Position im Unternehmen/in der Arbeitsorganisation. Das geht gerade in einem Coachingformat, das berufsweltlich ausgerichtet ist, nicht anders. 

Eine der zentralen Annahmen des Personzentrierten Ansatzes ist jedoch, dass eine Person, alles Wissen über ihre Ressourcen in sich trägt: Ihre Sicht ist die Basis für alle weitern Möglichkeiten. Die Perspektivenerweiterung muss somit genau dort ansetzen: an der individuellen, subjektiven Wirklichkeit der Person; diese zunächst zu verstehen, ist daher maßgeblich, um das individuelle Erleben im betreffenden System zu verstehen.

 

Was macht das „humanistische Fundament“ anders? Oder: Navigationssystem veraltet?  

Das Fundamt der Arbeitsweise im PIC ist ein humanistisches: der Personzentrierte Ansatz nach Carl Rogers. Und damit liegt der maßgebliche Unterschied in der Haltung, die dem Coachee gegenüber eingenommen wird: Der humanistische Ansatz geht davon aus, dass für die Person ihre eigenen Werte und Sinnkonstitution handlungsleitend sind, das "Selbsterleben“ steuern - und damit kein Drängen und keine "guten Tipps" dieses „innere Wissen“ nachhaltig verändern können.

 

Dieses innere Wissen im Coaching nicht zu erkennen und nicht nutzten zu können wäre so, als wenn Sie ein Ziel ins Navi eingegeben haben, aber eine andere Route fahren und das Navi Ihnen dann stets sagt: „Bitte wenden“. Oder jemand anders hat ein Ziel für Sie eingegeben, zu dem es Sie gar nicht hinzieht und Sie nur mit Widerstand den Anweisungen folgen - vielleicht weil Sie nicht wissen wohin sonst, aber "weiterkommen wollen".

Um dem individuellen Eigen-Sinn auf die Spur zu kommen braucht es jedoch genaues Zuhören und eine spezifische Haltung, mit der die innere, individuelle Programmierung wahr- und angenommen werden kann; und dann zusammen überprüft werden kann, ob sie noch zeitgemäß ist – oder ggf. ein „Update“ sinnvoll wäre. Das geht nur miteinander, nicht füreinander

 

Was ist das Integrative an der Coachingausbildung?  

Im PIC werden fachübergreifende psychologische Methoden integrativ genutzt – mit der Besonderheit, dass diese den personzentrierten Ansatz nach Carl Rogers, als Handlungsgrundlagen nutzen.

Somit können verschiedene Methoden von einer „sicheren Basis“ aus flexibel eingesetzt werden. Dies unterstützt nachhaltiges Coaching durch die konstruktive Auseinandersetzung mit persönlichen Themen des Coachs und des Coachees.

 

Nachfolgend (durch einen Klick vergrößern) sehen Sie das personzentriert-integrative Coachingmanual. Die aufgeführten Aspekte der Techniken, Ziele und vorwiegenden Bearbeitungsebenen sind hier modellhaft gegliedert. Im Verlauf der Coachingausbildung sind diese Aspekte Teile der Module. In der Coachingpraxis bestehen in allen Bereichen Überschneidungen, die an Person, Thema, Kontext angepasst werden. 

 

Häufige Fragen sind auch solche, die sich damit auseinandersetzten, ob und wie viel der Coach vorgeben darf/muss und  warum das Zuhören so "groß gehandelt" wird, wo es doch selbstverständlich sei? Zusammengefasst lässt sich z.B. die nachfolgende Frage dazu besser im "Dreierpack" beantworten: Was bedeutet „strukturiertes Zuhören" und warum ist es so wichtig?

 

Zuhören

Für die humanistischen Ansätze sind Wertschätzung, Authentizität und Empathie die Basis im unterstützenden Gespräch. Damit ist es möglich den individuellen Eigen-Sinn mit der Person zu erkennen und mit ihr ihre(!) Möglichkeiten zu finden. Dazu sollte „einfach nur zugehört werden“ : Es sollten spezifische Zusammenhänge gehört werden und dem Coachee zur Verfügung gestellt werden können. So entstehen Aha-Erlebnisse, die aus der Person selbst kommen – genauer: aus dem Selbst der Person. Deshalb lernen Sie bei uns im PIC besonders das genaue Zuhören.

Verstehen

Denn darüber entsteht ein wirkliches Verstehen: Der Coach versteht den Coachee vermehrt in dem was ihn antreibt und blockiert. Und der Coachee versteht seine Motive und Motivationen ebenfalls vermehrt. (mehr zum Zuhören und Verstehen unter: GesprächsArt.de, Kategorie: Verstehen, Verständnis)

Intervenieren

Die darauf aufbauenden Interventionen helfen dem Coachee dabei, sich selbst besser kennen zu lernen: Warum ihn etwas antreibt, obwohl es ihm vielleicht schadet, warum die Motivation für eine bestimmte Sache verloren gegangen ist, warum mit einem bestimmten Menschentyp Konflikte „vorprogrammiert“ sind…. Und auf dieser Basis können Annahmen überprüft werden: Gelten die

bisherigen Regeln und Wertvorstellungen noch, besonders für die aktuelle Situation, die im Coaching bearbeitet werden sollte?

 

Strukturiertes Zuhören 

Von strukturiertem Zuhören wird daher  im PIC gesprochen, wenn der Coachee nicht nur verstehend partiell begleitet wird, sondern Zusammenhänge des Wahrgenommenen aufgegriffen werden, die über das „Paraphrasieren“ des Gesagten hinausgehen: wenn Werte und Einstellungen, Bedürfnisse und Wünsche/Ziele expliziert werden, auch solche, die der Coachee nur subtil erwähnt: Reizworte, Verbindungen, Erlebensweisen die mit dem Selbstbild nicht oder doch gut zusammengehen, Übergänge, Übergangenes, usw.. 


* (FAQ: "Frequently Asked Questions", englisch, für "häufig gestellte Fragen")

 

Welche Frage haben Sie? Gerne beantworten wir diese!

 

E-Mail an die DACB, Stichwort "Fragen zum Konzept"