FAQ: Fragen und Antworten zur Zertifizierung

Anspruchsvolle Kriterien zur Zertifizierung bilden die Grundlage für die Coachingausbildungen der DACB & GwG, die auch dadurch ein breites Ansehen, in Bezug auf Konzepte, Inhalte, Praxisbezüge, Didaktik & Methodik und die Qualifikation der Lehrcoaches aufweisen: Die Einhaltung der Kriterien werden vor Vergabe der Zertifikate von Dritten überprüft. Die Weiterbildungen werden regelmäßig evaluiert.


Nach Abschluss der einjährigen Weiterbildung  wird Ihnen unter folgenden Voraussetzungen das Zertifikat überreicht:  

  • Regelmäßige Teilnahme an den Präsenz- und Gruppentreffen
  • Die Supervision von eigenen Coachingfällen 
  • Nachweis über absolvierte Lehrcoachings
  • Vorstellung von ausgewählten Coachingtools am Fall
  • Die Vorlage/Vorstellung Ihres Coachingkonzeptes 
  • Vorlage des Abschluss-/Reflexionsbericht
  • erfolgreiches Abschlussgespräch/Abschlusskolloquium 

Mit dem Abschluss zum Personzentriert-integrativen Coach haben Sie die Zugangsvoraussetzung erfüllt, an der 6-monatigen Vertiefung "Coaching in Gruppen und Teams" teilzunehmen.  

 

Abschluss-Zertifikat: "Personzentriert-integrativer Coach (DACB)"

Die Weiterbildung zum "Personzentriert-integrativen Coach" beinhaltet das Modul 1: "Grundlagen des Personzentrierten Ansatzes in Theorie und Praxis", das von der GwG anerkannt ist.

Eine Zertifizierung zeigt Zugehörigkeit und gibt Orientierung:

Welches theoretische Konzept wird vom Ausbilder und in der Konsequenz vom Coach, vertreten - wird überhaupt eines vertreten, oder stellt die Ausbildung nur eine Ansammlung von Methoden dar? Auch deshalb ist eine grundlegende Verbundenheit zur GwG und zur Personzentrierten Theorie von Carl Rogers herauszustellen. Die integrative Ausrichtung im PIC ist die coachingrelevante und handlungsorientierte Ergänzung der DACB dieses Ansatzes.

Mehrwert: Zusammenarbeit der DACB und der GwG

Mitglied werden: Nutzen Sie die Möglichkeit der Mitgliedschaft bei der Gesellschaft für personzentrierte Psychotherapie, Beratung und Coaching (GwG): Die GwG steht für die Verbreitung und Weiterentwicklung des Personzentrierten Ansatzes in Wissenschaft, Coaching und Beratung.

  • Nachweis Ihrer Professionalisierung im Tätigkeitsfeld Coaching.
  • Nachweis einer absolvierten Coachingausbildung mit hohem Qualitätsanspruch.
  • Zugehörigkeit zu einem wissenschaftlichen und renommierten Konzept.
  • Positionierung und Alleinstellungsmerkmal durch das (personzentriert-integrative) Konzept und Markenschutz.
  • Workshop-Angebote als Follow-Up zur Qualitätssicherung.
  • Teilnahme an Netzwerktreffen und Fachtagen.
  • Die Coachingausbildung ist nach hohen Standards zertifiziert und somit in der Berufspraxis ein wichtiges Qualitäts- und Vertrauensmerkmal.
  • Die Qualität der Weiterbildungen sichern Kooperationen mit Hochschulen sowie mit Fach- und Berufsverbänden. Die Zertifikate der DACB sind allen Arbeitsfeldern renommiert; die GwG-Zertifikate werden national und international von vielen Instituten anerkannt.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum personzentriert-integrativen Konzept

 

Was ist das Integrative an der Coachingausbildung?

Im PIC werden fachübergreifende psychologische Methoden integrativ genutzt – die auf einem Fundament sthene: auf dem personzentrierten Ansatz nach Carl Rogers. Somit können verschiedene Methoden von einer „sicheren Basis“ aus flexibel eingesetzt werden. Dies unterstützt nachhaltiges Coaching durch die konstruktive Auseinandersetzung mit persönlichen Themen des Coachs und des Coachees.

 

Nachfolgend sehen Sie das personzentriert-integrative Coachingmanual. Die aufgeführten Aspekte der Techniken, Ziele und vorwiegenden Bearbeitungsebenen sind hier modellhaft gegliedert.

Arbeitet personzentriertes Coaching auch mit dem "System"?

Eine der zentralen Annahmen des Personzentrierten Ansatzes ist , dass eine Person nicht nur subjektiv auf die Welt schaut, sondern auch alles Wissen über ihre Ressourcen in sich trägt und sich ihre Wirklichkeit "konstruiert": Ihre Sicht ist die Basis für all ihre weiteren, authentischen Möglichkeiten. Die Perspektivenerweiterung muss somit genau dort ansetzen: an der individuellen, subjektiven Wirklichkeit der Person; diese zunächst zu verstehen, ist daher maßgeblich, um das individuelle Erleben im betreffenden System zu verstehen.

Demnach integriert das personzentriert-integrative Konzept -natürlich- auch „mit dem System": Die Person und die Wechselwirkungen zwischen Ihrer Rolle und Position im Unternehmen/in der Arbeitsorganisation.

 

Was macht das „personzentriert-humanistische Fundament“ anders?

Das Fundamt der Arbeitsweise im PIC ist ein humanistisches: der Personzentrierte Ansatz nach Carl Rogers. Und damit liegt der maßgebliche Unterschied in der Haltung, die dem Coachee gegenüber eingenommen wird: Der humanistische Ansatz geht davon aus, dass für die Person ihre eigenen Werte handlungsleitend sind und ihr "Erleben" und ihr Tun steuern - und damit kein Drängen und keine "guten Tipps" dieses „innere Wissen“ nachhaltig verändern können: "Erst müssen wir anders Fühlen, bevor wir anders Handeln können" (Prof. Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe).

 

Was ist mit Zielen und Lösungen?

Das innere Wissen (den "inneren Bezugsrahmen") einer Person im Coaching nicht integrieren und nicht nutzten zu können oder wollen wäre so, als wenn Sie ein Ziel ins Navi eingegeben haben, aber eine andere Route fahren und das Navi Ihnen dann stets sagt: „Bitte wenden“. Oder jemand anders hat ein Ziel für Sie eingegeben, zu dem es Sie gar nicht hinzieht und Sie nur mit Widerstand den Anweisungen folgen - vielleicht weil Sie nicht wissen wohin sonst, aber "weiterkommen wollen".

Um dem individuellen Eigen-Sinn auf die Spur zu kommen braucht es daher genaues, strukturiertes Zuhören und eine spezifische Haltung, mit der die innere, individuelle Programmierung wahr- und angenommen werden kann; und dann zusammen überprüft werden kann, ob sie noch zeitgemäß und zielgerecht ist – oder ggf. ein „Update“ sinnvoll wäre. Das geht nur miteinander

(C) Hellwig, C. (2020): Personzentriert-integrative Gesprächsführung im Coaching. Zuhören - verstehen - intervenieren. Springer Verlag.
(C) Hellwig, C. (2020): Personzentriert-integrative Gesprächsführung im Coaching. Zuhören - verstehen - intervenieren. Springer Verlag.

 

Häufige Fragen sind auch solche, die sich damit auseinandersetzten, ob und wie viel der Coach vorgeben darf/muss und  warum das Zuhören so "groß gehandelt" wird, wo es doch selbstverständlich sei? Zusammengefasst lässt sich z.B. die nachfolgende Frage dazu besser im "Dreierpack" beantworten: Was bedeutet „strukturiertes Zuhören" und warum ist es so wichtig?

 

Zuhören

Für die humanistischen Ansätze sind Wertschätzung, Authentizität und Empathie die Basis im unterstützenden Gespräch. Damit ist es möglich den individuellen Eigen-Sinn mit der Person zu erkennen und mit ihr ihre(!) Möglichkeiten zu finden. Dazu sollte „einfach nur zugehört werden“: Es sollten spezifische Zusammenhänge gehört werden und dem Coachee zur Verfügung gestellt werden können. So entstehen Aha-Erlebnisse, die aus der Person selbst kommen – genauer: aus dem Selbst der Person. Deshalb lernen Sie bei uns im PIC besonders das genaue Zuhören.

Verstehen

Denn darüber entsteht ein wirkliches Verstehen: Der Coach versteht den Coachee vermehrt in dem was ihn antreibt und blockiert. Und der Coachee versteht seine Motive und Motivationen ebenfalls vermehrt. (mehr zum Zuhören und Verstehen unter: GesprächsArt.de, Kategorie: Verstehen, Verständnis)

Intervenieren

Die darauf aufbauenden Interventionen helfen dem Coachee dabei, sich selbst besser kennen zu lernen: Warum ihn etwas antreibt, obwohl es ihm vielleicht schadet, warum die Motivation für eine bestimmte Sache verloren gegangen ist, warum mit einem bestimmten Menschentyp Konflikte „vorprogrammiert“ sind…. Und auf dieser Basis können Annahmen überprüft werden: Gelten die

bisherigen Regeln und Wertvorstellungen noch, besonders für die aktuelle Situation, die im Coaching bearbeitet werden sollte?

 

Strukturiertes Zuhören 

Von strukturiertem Zuhören wird daher  im PIC gesprochen, wenn der Coachee nicht nur verstehend partiell begleitet wird, sondern Zusammenhänge des Wahrgenommenen aufgegriffen werden, die über das „Paraphrasieren“ des Gesagten hinausgehen: wenn Werte und Einstellungen, Bedürfnisse und Wünsche/Ziele expliziert werden, auch solche, die der Coachee nur subtil erwähnt: Reizworte, Verbindungen, Erlebensweisen die mit dem Selbstbild nicht oder doch gut zusammengehen, Übergänge, Übergangenes, usw..


Sie möchten mehr zum Konzept oder zum Coaching erfahren?

Sie möchten ein paar Artikel zur Haltung in spezifischen Siuationen lesen? Dann schauen Sie auch hier: www.gespraechsart.de

 

 

 

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